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Laurentius Kapelle Feldberg
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  Laurentius Fest an jedem 10. August (außer sonntags)

Aus Dankbarkeit für die gesunde Heimkehr Ihrer Söhne aus dem 2. Weltkrieg, erstellte die Familie Kunz 1945 eine Waldkapelle neben der Todtnauer Hütte, die am Laurentiustag des folgenden Jahres als die ~Laurentius Kapelle Feldberg~ eingeweiht wurde.

 Mit dem 10. August haben viele schon lange im Voraus den Sterbetag des heiligen Laurentius in ihren Terminkalendern dick markiert.  
„Laurentius am Feldberg“ das verspricht einen Tag, an dem man das Leben genießen kann. Alle Hüttenwirte in der Feldbergregion lassen sich für diesen Tag etwas Besonderes für Kehle und Gaumen sowie zur Unterhaltung einfallen.

Und so sind die Hütten das Ziel von Bürgermeistern, Gemeinderäten, Landtagsabgeordneten, aber auch zahlreicher Einheimischer oder von Gästen der Region, die einen schönen Tag erleben wollen.

An der Todtnauer Hütte trifft man sich schon vor dem Gottesdienst nach der Busanfahrt und überbrückt die Wartezeit zur Predigt bei frischem Kaffee, belegten Weckle oder dem Frühshoppen und ist sich einig: "sell wird e schene Fiertig" und hört ganz oft: " Ja sag e mol, bisch Du au do?!".

Das Laurentius Fest beginnt stets mit einem Feldgottesdienst um 09.30 Uhr an der Laurentius Kapelle direkt neben der Todtnauer Hütte.
Dort wird eine Festpredigt gehalten und der Lebensweg des heiligen Laurentius nachgezeichnet.

Dieser war für die Armenspeisung in der christlichen Gemeinde Rom zuständig und sollte die gut gefüllte Armenkasse dem römischen Staat ausliefern, als Kaiser Valerian seinen Anspruch darauf erhob. Um die Herausgabe zu erzwingen, wurde Laurentius gefoltert. Eine ihm zugestandene Bedenkzeit nutzte er, um das Geld an die Armen zu verteilen und präsentierte dem Kaiser, die zum christlichen Glauben gewechselten Armen, als den wahren Schatz der Kirche.

Der so vorgeführte Kaiser ließ Laurentius mit Bleiklötzen schlagen, zwischen glühende Platten
legen, versuchte vergeblich ihn zum heidnischen Opferdienst zu zwingen und befahl schließlich,
den Unerschütterlichen über stetig unterhaltenem Feuer auf einem Rost langsam zu Tode zu martern.

             

Sein Kerkermeister Hippolytus, durch die Standhaftigkeit des Laurentius bekehrt, begrub ihn.

Laurentius ist einer der meist verehrten Heiligen der Kirche, in Rom erhielt er fast die Bedeutung von Petrus und Paulus. Über seinem Grab wurde 330 durch Konstantin die Kirche San Lorenzo fuori le mura errichtet, weitere 30 Kirchen in Rom sind nach ihm benannt.

Laurentius war einer von sieben Diakonen der Christengemeinde in Rom, stammt vermutlich aus Spanien und starb am 10. August 258 den Märtyrertod.
Laurentius ist der Schutzpatron der Wirte, Köche, Bierbrauern, Konditoren, Bibliothekare, Archivare, Schüler, Studenten, Wäscherinnen, der Armen ...

Die mit dem Laurentius Fest am Feldberg entstandene –Hirtenchilbi- hat nichts mit dem Patron der Hirten und Herden, dem heiligen Wendelin zu tun.
Die Hirten waren an diesem Tag die Zulieferer der Wirte, um diesen die Grillroste zu füllen.
Die Wirte und Viehhändler kamen so von Anbeginn an diesem Festtag zu den Hütten herauf, um das Vieh auf den Sommerweiden zu begutachten und einzukaufen, was den traditionellen Viehhandel erklärt.

Auf der Todtnauer Hütte wird den Gästen deftiger Eintopf aus einer originalen Feldkanone geboten, leckere Grillspezialitäten vom Rost, hausgemachte Kuchen,
Bierwägen und Live-Stimmungsmusik mit den lustigen Steinbachtalern.

Es besteht am Laurentiustag ein Buspendelverkehr zwischen dem Rotenbacher Rank Parkplatz
(an der B317
zwischen Feldberg Ort und Fahl) und der Todtnauer Hütte.

Fahrplan: Der Bus fährt ab 08:05 Uhr bis 17:05 Uhr hinauf
und talwärts fährt er zwischen 08:15 bis 17:15 Uhr
jeweils im 1/2 Stundentakt.
Für beide Fahrten zahlen Erwachsene 4,00 € und Kinder zwischen 6 - 14 Jahren 2,50 €

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